Warum sollte jeder wissen, was jedes Jahr am 25. November geschieht?

„War ihre Tochter eine Anmacherin?“ Wurde die Mutter von Nagore Laffage während des Prozesses wegen Mordes von dem 20-jährigen Mädchen durch José Diego Yllanes (27 Jahre alt) in den Sanfermines gefragt. Sie gingen zusammen nach Hause; sie weigerte sich, Sex zu haben; und er ermordete sie. Sie hatten sich schon geküsst und liebkost, und er, sagte, „verlor den Kopf“. Es wurde erklärt, dass es kein Mord war, sondern Totschlag. Heute, elf Jahre später, ist Yllanes auf Bewährung, und ab 2020 kann er als Psychiater für Öffentliches Gesundheitswesen ausüben.

Neun Jahre später sind die Berliner Behörden gezwungen, eine ‚Sicherheitszone‘ für Frauen bei Silvesterparty zu schaffen. Der Grund? Damit sich sexuelle Übergriffe, wie die in der Kölner Silvesternacht 2015/2016 nicht wiederholen. Eine Maßnahme, die als diskriminierend und ineffektiv bezeichnet wurde, denn sie war nicht auf die Angreifer ausgerichtet. Diese Maßnahme wurde schon auf dem Oktoberfest in München in Gang gesetzt, wo 2016 erstatten mehr als 200 Frauen Anzeige wegen sexuellen Übergriffen.

Juli 2019, Mülheim an der Ruhr, Deutschland. Eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 14 Jahren haben ein 18-jähriges Mädchen mit „erheblicher Gewalt“ vergewaltigt und es im Gebüsch liegen gelassen. Nach Angaben der Polizei gab es in Deutschland im April 2017 (dem letzten Jahr, für das Daten vorliegen) 380 Fälle von Gruppen-Vergewaltigungen, und bei rund 60% der Fälle sind die Angreifer unter 25 Jahre alt. In Deutschland werden diese Fälle immer noch als ‚Familiendrama‘ eingestuft.

Nun fliegen wir jetzt nach Italien, wo drei Richterinnen zwei Beschuldigte wegen Vergewaltigung in diesem Jahr freigesprochen haben, weil die Jugendliche „zu männlich“ war. Nach dem Wortlaut des Urteils „sieht die Frau wie ein Mann aus, es ist daher unmöglich, dass sie vergewaltigt wurde“; also die Richterinnen schließen daraus, dass das Opfer, das als „die schlaue Peruanerin“ bezeichnet wurde, „die ungezügelte Nacht plante“, indem der Angeklagter „aufgrund einer Herausforderung verleitet wurde, Sex zu haben“.

Schweigen ist keine Zustimmung. Die Tatsache, dass sie betrunken ist, ist keine Zustimmung; wenn sie zu dir hochkommt, bedeutet es nicht Zustimmung; wenn sie einen Minirock trägt oder nackt rumläuft, ist es nicht Zustimmung; falls sie zuerst ‚ja‘ und danach ‚nein‘ sagt, ist das nicht mehr Zustimmung. Mehrere Männer, die ‚jetzt bin ich dran‘ und ‚jetzt bist du dran‘ schreien, gegen eine Frau, die alleine ist, ist immer Vergewaltigung. „Wenn eine betrunkene Person von fünf Männern in der Nacht umringt wird, und sie, ohne etwas zu sagen, die Hand ausstrecken und ihre Brieftasche stehlen, wird das immer als Diebstahl mit Gewalt betrachtet. Wenn dies einer Frau passiert und sie auch nach Sex gefragt wird, werden wir diskutieren, ob sie ihre Zustimmung gegeben hat oder nicht. Die Vergewaltigung sollte sich um eine Straftat handeln, die ohne die Zustimmung des Opfers und gegen seinen Willen durchgeführt wurde“, erklärte die Professorin Patricia Faraldo in einem Interview mit der Zeitung El País. Es ist nicht eine weniger ernsthafte Vergewaltigung, wenn du darum gebeten wirst. Bis eine Frau mitten in der Nacht alleine nach Hause ohne Angst kommen kann, bis dann, muss man weiter kämpfen.

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